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Aktuelle Pressemeldung  vom 15.05.2018

Meldung

 

Schandkragen, Streckbank u. ein Richtstuhl-

Internationaler Museumstag am 13. Mai 2018

Das schöne Wetter am Muttertag lockte viele Besucherinnen und Besucher in das kleine Museum auf der Burg Bodenteich. Neben der Umgestaltung der Räumlichkeiten zum Thema „Was hat Bodenteich nachhaltig geprägt“ konnten die Gäste sich über Schand- und Folterwerkzeuge aus längst vergangenen Zeiten informieren.

 

Im Mittelalter ahndete man Zankereien oder kleine Diebstähle, indem man die Verursacher in die Schandgeige einschloss. Eine Strafe, die übrigens vorwiegend bei Frauen angewendet wurde. Der Referent Dieter Schulz-Rosenau bewies am eigenen Leibe, dass dies auch für Männer keine angenehme Situation war. Die ebenfalls ausgestellten Schandkragen waren ausschließlich für die Damen gedacht.  Diese Repressalien waren zwar unangenehm, zählten aber eindeutig zu den milderen Bestrafungen, während  Streckbank oder Daumenschrauben zum Standardrepertoire einer „peinlichen Befragung“ gehörten. Auch Todesstrafen wurden in Bodenteich durchgeführt. Zu diesem Zweck gab es einen Richtstuhl, der sich als Replik im Burgmuseum befindet. Eine makabre Geschichte rankt sich rund um die letzte Hinrichtung, die man am 09. Oktober 1847  bei Reinstorf durchführte. Geköpft wurde eine Gattenmörderin.  Die Henkersburschen, die den Kopf nach Celle bringen sollten,  stellten ihn auf dem Weg gegen Geld in Gasthäusern aus. Sie entgingen allerdings der Bestrafung.

 

Die Geschichte der Burg Bodenteich, des Fleckens und die vielen kleinen Ankedoten, die sich um das historische Ensemble ranken, kann man an jedem Wochenende im Burgmuseum erfahren.

 

Die Museumssaison geht in diesem Jahr  bis zum 03. Oktober. Das Museum ist an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Verein ist auch im Internet vertreten unter :

 

www.burgmuseum-bodenteich.de